Mundwerk für Anwälte — Diktieren ohne Mandantenrisiko
· 6 Min. Lesezeit · Datenschutz
Anwälte und Juristen diktieren seit Jahrzehnten. Schriftsätze, Verträge, Gutachten, Mandantenkorrespondenz — die Menge an Text, die täglich entsteht, ist enorm. Klassische Diktierlösungen werden durch moderne Spracherkennungs-Apps abgelöst. Nur: Die meisten davon haben ein Problem, das im Kanzleibetrieb nicht tolerierbar ist.
Mandatsdaten gehören nicht in die Cloud
Die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht nach § 43a BRAO ist eine der ältesten Berufspflichten des deutschen Rechts. Sie gilt nicht nur gegenüber Gerichten — sie gilt auch gegenüber Dienstleistern, Softwareanbietern und Cloud-Infrastrukturen.
Wer seinen Schriftsatz über Apple Diktat, Google Voice oder einen cloudbasierten Transkriptionsdienst einspricht, überträgt potenziell schutzwürdige Mandantendaten an Dritte. Das ist rechtlich heikel und in vielen Konstellationen schlicht unzulässig.
Mundwerk verarbeitet nichts außerhalb des eigenen Geräts. Kein Audio, kein Text, keine Metadaten verlassen den Mac.
Was Juristen täglich mit Mundwerk machen
Schriftsätze und Urteile
Längere Schriftsätze entstehen bei geübten Nutzern schneller durch Diktat als durch Tippen. Whisper erkennt juristische Fachsprache — Begriffe wie Restitutionsklage, Bereicherungsausgleich, Insolvenzanfechtung oder einstweilige Verfügung — zuverlässig ohne manuelle Korrektur. Wer häufig verwendete Formulierungen einmal korrigiert, trainiert das persönliche Vokabular für folgende Diktate.
Mandantenkorrespondenz
Standardbriefe, Tätigkeitsnachweise und Statusmeldungen an Mandanten lassen sich diktieren, während man noch die letzte Akte zur Hand hat. Das spart das Zurückwechseln zwischen Lesen und Tippen.
Notizen und Aktenvermerke
Nach Gerichtsterminen oder Mandantengesprächen lassen sich Aktenvermerke direkt in die Kanzleisoftware diktieren — systemweit, ohne Fenster zu wechseln.
Datenschutz-Vergleich
| Kriterium | Apple Diktat | Cloudlösungen | Mundwerk |
|---|---|---|---|
| Verarbeitung lokal | Nein (Siri-Backend) | Nein | Ja |
| Kein Drittanbieter-Upload | Nein | Nein | Ja |
| Schweigepflicht kompatibel | fraglich | Nein | Ja |
| Einmaliger Kauf, kein Abo | gratis | Abo | 8,99 € |
Code-Switching: Latein und Englisch im juristischen Text
Rechtliche Texte mischen Sprachen naturgemäß: lateinische Formulierungen wie in dubio pro reo, englische Klauseln in Vertragswerken, und deutsche Fließtexte. Mundwerk erkennt diesen Sprachwechsel automatisch — ohne manuelles Umschalten der Eingabesprache.
Einschränkungen
Mundwerk ist eine universelle Diktierlösung, keine spezialisierte Kanzleisoftware. Es gibt keine Integration in Kanzleiverwaltungssysteme wie RA-MICRO oder AnNoText, keine Vorlagenverwaltung, keine automatische Aktenzuordnung. Mundwerk übernimmt den Diktat-Teil — die Weiterverarbeitung bleibt der bestehenden Kanzleisoftware überlassen.
Außerdem läuft Mundwerk ausschließlich auf macOS mit Apple Silicon (M1 oder neuer). Intel-Macs werden nicht unterstützt.
Fazit
Für Kanzleien, die auf Apple-Hardware setzen, und Juristen, die Datenschutz ernst nehmen, ist Mundwerk die einzige sinnvolle Diktierlösung unter den modernen KI-basierten Alternativen. Der Einmalkauf von 8,99 € ist angesichts der eingesparten Zeit und des reduzierten Datenschutzrisikos keine Frage.
Mundwerk Diktat — Demnächst im Mac App Store.
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